Pearl Index

Definition:
Die Sicherheit eines Verhütungsmittels wird an seiner Versagerquote gemessen: am so genannten Pearl-Index (PI).

Dieser einheitliche Maßstab gibt die Zahl der ungewollten Schwangerschaften an, die bei 100 Frauen über 12 Monate bei Verwendung eines bestimmten Verhütungsmittels aufgetreten sind.

Die Verhütungsmethode gilt als umso sicherer, je kleiner der PI ist.
    
Dazu einige Beispiele:
Hundert Frauen wenden 12 Monate eine bestimmte Verhütungsmehtode an. Wenn in dieser Zeit zwei schwanger werden, dann liegt der PI dieser Methode bei 2.

Bei ungeschütztem Sex liegt der PI bei 80 - demnach kommt es bei 100 Frauen rein statistisch zu 80 Schwangerschaften in einem Jahr, wenn sie nicht verhüten.

Der PI steht allerdings für einen rein statistischen Wert und berücksichtigt keine Anwendungsfehler. So werden z.B. bei der Anwendung eines Kondoms häufig Fehler gemacht, was zu einem unverdient hohen PI führt, obwohl die Methode relativ sicher ist.

Pearl Index der verschieden Verhütungsmethoden:

Pille mit naturnahem Östrogen 0,4
Pille mit Ethinylestradiol 0,1-0,9
östrogenfreie Pillen 0,1
Minipille: 0,5-3,0

Verhütungsring: 0,6-1,0
Hormonpflaster: 0,9
Verhütungsstäbchen 0,0-0,1
Hormonspirale: 0,2
Kupferspirale 0,9-3,0
Dreimonatspritze 0,3-1,4
Kondom: 2,0-12,0
Sterilisation: 0,1-0,5
Themperaturmethode: 2,0-18,0
Spermizide: 3,0-21,0
Portiokappe: 6,0
Diaphragma: 1,0-20,0