Medizinische Anwendungsmöglichkeiten

Medizinisch gesicherte Anwendungen
Dazu gehören in erster Linie Krebserkrankungen und Störungen der Blutbildung. Das sind zum Beispiel:

  • Lymphdrüsenkrebs (u.a. Morbus Hodgkin, Myelom)
  • Solide Tumore (u.a. Neuroblastom, Retinoblastom, Brustkrebs)
  • Anämien (u.a. Aplastische Anämie, Fanconi-Anämie)
  • Leukämien
  • Sonstige Blutbildungsstörungen (u.a. Thalassämie)

Bei diesen Erkrankungen werden durch die Chemotherapie und Bestrahlung nicht nur die Krebszellen, sondern auch die eigenen Stammzellen im Rückenmark zerstört.
Zwei Drittel dieser Patienten benötigen eigene Stammzellen, die vor der Therapie entnommen und aufbereitet werden.
Bei den anderen Patienten sind Stammzellen eines nahen Verwandten, im Idealfall eines Geschwisters, die erste Wahl.
Stammzellen aus Nabelschnurblut gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.
    
Neue Anwendungsgebiete
Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass eine Chemotherapie mit anschließender Stammzelltransplantation auch bei weiteren Erkrankungen Erfolg versprechend ist:

  • Autoimmunerkrankungen                                                                       
    wie Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis

Weltweit geforscht wird zur Zeit vor allem auch auf dem Gebiet der regenerativen Medizin. Hier gibt es zwei Ansätze: Einmal die Aktivierung des Selbstheilungspotentials des Körpers mit Hilfe von Stammzellen und weiterhin die individuelle Herstellung von Gewebe- und Organersatz für Patienten.

Im Fokus steht dabei die Erforschung von neuen Behandlungsmöglichkeiten bei Erkrankungen wie:

  • Diabetes
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Schlaganfall
  • Inkontinenz
  • bei Gelenk- oder Knorpelschäden, Schädigung des Gehirns oder der Nerven, Nieren- Lungen oder Leberschäden.