Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Die Kinderlähmung (Poliomyelitis) betrifft nicht nur Kinder!
Sie ist eine gefährliche, durch Viren verursachte Erkrankung mit schwerer, häufig lebenslänglicher Lähmung der Arme und Beine, Augen- und Atemmuskellähmung. Die Grundimmunisierung erfolgt im Kindes- und Jugendalter. Ein Impfschutz besteht nach vier erfolgten Impfungen. Ist kein Impfschutz vorhanden kann ggf. im Erwachsenenalter nachgeimpft werden. Eine medikamentöse Behandlung der Kinderlähmung ist nicht möglich, weshalb der Schutzimpfung eine besondere Bedeutung zukommt.
Eine Auffrischimpfung wird im Alter von 9-17 Jahren empfohlen, danach erfolgt eine Impfung alle 10 Jahre.

Erreger:  Polio-Viren der Typen I, II, III

Übertragung:

Das Polio-Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Es gelangt durch den Mund in den Körper, beispielsweise über die Hände, Gegenstände, Nahrungsmittel, Wasser oder auch in Schwimmmbädern (oral-fäkale Schmutz- und Schmierinfektion)

Inkubationszeit:
Nach 1 bis 4 Wochen

Symptome:

Die überwiegende Zahl der Infektionen verläuft symptomlos (90 bis 95 Prozent).
In fünf Prozent der Fälle treten grippeähnliche Symptome auf.
In ein bis zwei Prozent tritt Steifheit von Nacken, Rücken und / oder Beinen auf.

Komplikationen:
In einem Prozent der Fälle treten aufgrund von Nervenschädigungen Lähmungserscheinungen der Arme, Beine oder der Atmung auf, die zu lebenslanger Behinderung oder sogar zum Tod führen können.
    
Schutz vor der Erkrankung:

Dank umfassender Impfkampagnen wurde die Zahl der Erkrankungen weltweit massiv reduziert. Medikamente, mit denen die Krankheit geheilt werden könnte, gibt es nicht. Einzig der vorbeugende Impfung bietet sicheren Schutz.

Die Grundimmunisierung erfolgt im Kindes- und Jugendalter. Ein Impfschutz besteht nach vier erfolgten Impfungen. Ist kein Impfschutz vorhanden kann ggf. im Erwachsenenalter nachgeimpft werden.

Mögliche Impfreaktionen:
Leichtes Fieber, Kopfschmerzen, örtliche Reaktionen.