Was ist das? Chlamydien (sprich: Klamüdien) können besonders leicht beim Sex übertragen werden. Viele Menschen sind infiziert, ohne es zu wissen, da häufig keine oder nur leichte Symptome auftreten. Trotzdem kann die Infektion weitergegeben werden. Beschwerden können sich etwa ein bis sechs Wochen nach der Ansteckung zeigen. Wie sind die Symptome? Bei der Frau: Brennen beim Wasserlassen und/oder schleimig-eitriger Ausfluss, außerdem unklare Schmerzen im Unterleib, Schmerzen beim Sex und unterschiedliche Formen von Blutungsstörungen.
Beim Mann: Brennen beim Wasserlassen und/oder schleimig-eitriger Ausfluss.
Bei beiden können Gelenkbeschwerden, nach oraler Übertragung auch Halsschmerzen, nach analer Übertragung auch Ausfluss aus dem Darm auftreten. Erreger, die auf die Hände und von dort in die Augen gelangen, können eitrige Bindehautentzündungen hervorrufen. Wie häufig kommt diese Krankheit vor? Die Zahl der Chlamydien-Infektionen in Deutschland wird auf rund eine Million jährlich geschätzt. Es ist die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung durch Bakterien. Da die Symptome oft unauffällig sind und auch ohne Behandlung wieder verschwinden können (nicht jedoch die Infektion!), bleibt die Erkrankung häufig unerkannt und ansteckend. |
Was sind die Folgen? Bei der Frau: Entzündungen, Verklebungen und Vernarbungen der inneren Geschlechtsorgane, z. B. der Eileiter, die zu Eileiterschwangerschaften und zu Unfruchtbarkeit führen können. Experten gehen davon aus, dass erworbene Unfruchtbarkeit am häufigsten durch Chlamydien-Infektionen verursacht wird. Das Neugeborene einer infizierten Frau kann bei der Geburt angesteckt werden und ernste Lungen- und Augenerkrankungen bekommen (Folge: z. B. Blindheit).
Beim Mann: insbesondere Harnröhrenentzündungen. Es können sich jedoch auch Entzündungen der Nebenhoden und der Prostata entwickeln - die Fruchtbarkeit ist gefährdet.
Bei beiden erhöht sich das Risiko einer Ansteckung mit HIV, da das HI-Virus bei gereizter Schleimhaut leichter eindringen kann. Wie steckt man sich an? Eine Ansteckung erfolgt am häufigsten durch ungeschützten Vaginal-, Oral- und Analsex. Wie lässt sich diese Krankheit vermeiden? Kondome vermindern das Risiko einer Ansteckung deutlich. Wie wird behandelt? Die Chlamydien-Infektion wird meist mit Antibiotika für 10 - 14 Tage behandelt. Bis zur Freigabe durch den Arzt ist ungeschützter Sex tabu!
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